Old-Youngtimer Überwinterung

Bei vielen Fahrern der luftgekühlten Fraktion ist es nicht unüblich, das Auto zu "überwintern".

Aber einfach in die Garage stellen ist nicht die beste Lösung. Einige Sachen sollten bedacht und gemacht werden.  Überwintern ist eine Zeitspanne, in der das Auto mehrere Monate oder länger still steht und nicht bewegt wird.

 

Tipp 1: der Ölwechsel

Einige werden sich fragen, warum ein Ölwechsel, der war doch gerade erst?!

 

Der einfache Grund ist:

Im "alten" Öl sind Säuren und Kondenswasser enthalten, die Standschäden verursachen können und auf Dauer auch werden.

Die Reinigung des Ölsiebes nicht vergessen. Beim Bus ist das Sieb am allerbesten einfach durch ein neues zu ersetzen, denn das kostet nicht die Welt. Soweit ich das in Erinnerung habe, kostet das Sieb ca 3-5 Euro.

Frisches Öl samt neuen Dichtungen und der Ölwechsel ist erledigt. Wenn man das selbst macht, ist das in 30 Minuten zu schaffen und eigentlich auch nicht wirklich schwer. Bei Sorge um Fachberatung ist natürlich immer eine Fachwerkstatt aufzusuchen, aber man kann auch immer mal wieder in Foren fragen, wer helfen könnte. Das geht doch eigentlich immer mal schnell zwischendurch.

 

Tipp 2: Wagenwäsche

Bei den geliebten Fahrzeugen ist es am einfachsten, wenn ihr euer Auto einfach mal richtig gründlich sauber macht. Bei einigen Fahrzeugen geht das in der Waschstraße. Einfach das volle Programm mit Wachs und Unterbodenkonservierung wählen. Gut trocknen lassen!

Bei etwas sensiebeleren Autos ist die alte Handpflege angesagt. Ein mildes Autoshampoo tut dabei seine Dienste besonders gut. Auch hier empfehle ich immer wieder: wachsen anschließend!

Das ist natürlich mit Arbeit verbunden, aber es lohnt echt!

Gummiteile werden mit Glitzerin bestrichen. Ich selber benutze für alle Kunststoffteile am Fahrzeug seit Jahren WD 40. Auch alle Kunststoffteile im Motorraum werden bei meinen Autos mit WD 40 behandelt und ich erzeihle damit spitzen Ergebnisse. Das ist echt mal ein günstiger Tipp. Vergesst das Kunststoffreinigungsmittel aus der Apotheke. Blödsinn!  WD 40 ist einfach das Allheilmittel für den normalen Wagen. Die Flasche mit 400ml kostet ca 6,70 Euro. Es kann bei Amazon oder Supermarkt erworben werden.

Chromteile würde ich mit "Never Dull" reinigen.

1 Dose kostet ca 8 Euro und kann bei Amazon erworben werden. Ich komme mit einer Dose ca 1 Jahr aus.

 

 

Tipp 3: volltanken

Vor dem Winterschlaf  ist es sinnvoll den Wagen vollzutanken und gegebenenfalls "Rostvorsorge" zu tanken um das Treibstoffsystem zu schützen und vor Kondenswasser zu schützen. Am besten nach der Waschstraße einfach in den Tank schütten, nach hause fahren und das System ist dann vollkommen geschützt.

Schutz der Vergaser oder Einspritzanlage und Tank vor Kondenswasser und letzlich vor Rost!

Tipp 4: Reifenkontrolle

Die Reifen sollten auf sichtbare Schäden kontrolliert werden.

Ist alles okay sollte der Reifendruck im kalten Zustand mit 0,5 bar mehr als üblich gefüllt werden um Druckverluste aufzufangen.

Beim Reifen sollte man unbedingt auf das Alter des Reifens achten, denn sollten die älter als 6-8 Jahre sein, sollte man die Reifen tauschen. Diese härten sonst aus und die Folgen sind damit klar. Der Reifen kann optisch  super aussehen, aber technisch ist der aufgrund des Alters dann nur noch als Schrott zu bezeichnen.

Tipp 5: Abschmieren, Schmiernippel

Alle Schmierpunkte wie sie an der Vorderachse, Traggelenke, Lenkhebel, Bremsgestänge, Tür- und Haubenscharniere sind, müssen noch einmal gründlich gefettet bzw. geölt werden.

Tipp 6: Lackarbeiten

Die Karosse sollte auf Steinschlag und Rost überprüft werden und das sollte dann beseitigt werden. Denn Die Folge wäre klar: der Rost

Hier leider gut zu sehen, Rost hinten rechts. Am Besten direkt machen lassen und nicht ewig warten, es wird dadurch nicht besser. Ich musste hinten rechts richtig was "wegschneiden" und neu lackieren.

 

Tipp 7: Frostschutz

Bei wassergekühlten Fahrzeugen sollte unbedingt der Frostschutz im Wasserausgleichsbehälter überprüft werden um den eisigen Temperaturen zu Trotzen.

Tipp 8: Zündung

Nach Möglichkeit sollte vor dem Einmotten das Auto mit frischen Kerzen beschenkt werden, denn das erleichtert das Starten der Maschine im Frühjahr erheblich!

Tipp 9: Batterie

Plus und Minus Pol der Batterie abklemmen und neu fetten.

Bei einigen Batterien kann man evt VE - vollentsalztes Wasser auffüllen bis zur Markierung.

Batterie nur neu laden, wenn sie vom Bordnetz getrennt wurde.

Tipp 10: Der Lappentrick

Damit keine Feuchtigkeit in den Motor dringt, können Auspuffendrohr und Luftfiltereinlass dicht verschlossen werden. Als einfaches Mittel haben sich mit Klebeband befestigte Gefrierbeutel oder ölgetränkte Putzlappen bewährt.

Tipp 11: aufbocken?!

Wer seinen Wagen über den Winter nicht aufbockt, sollte allerdings keinesfalls die Handbremse anziehen.

Die Beläge könnten sonst  verkleben. Am Besten  Keile vor die Reifenlegen und  Luftdruck kontrollieren! bewegen Sie das Auto ein Stück denn damit wird der  Standplatten vermieden.

Niemals den Motor starten, denn er wird nicht richtig warm. Er  wird nur unzureichend geschmiert und das entstehende Kondenswasser sorgt für Rost in Triebwerk und Auspuff. Es ist übrigens ein Irrglaube, man könne sich die Konservierung des Motors sparen, wenn man ihn im Winter ab und zu laufen lässt. Vor allem die Zylinderlaufbahn und die Schmierung des Ventiltriebes leiden dadurch sehr.

Feutigkeit und schlechten Geruch loswerden

Um diese beiden unangenehmen Kleinigkeiten loszuwerden, ist es ein billiger und empfehlenswerter Tipp eine kleine Schale mit Kaffee und eine mit Salz im Wagen zu verstauen.

Der Kaffee nimmt den Geruch und das Salz die Feuchtigkeit aus der Luft.

Günstiger gehts nicht. aber richtig effektiv!

Tipp 12: wer dennoch im Winter fährt

Winterreifen aufziehen, auch wenn es ......... aussieht, Sicherheit geht vor!